Richtige Beleuchtung! - Licht am Arbeitsplatz -

Licht ist eines der elementarsten Faktoren für das Leben. Ohne das Licht der Sonne wäre kein Leben auf der Erde möglich. Der findige Mensch ist jedoch noch einen Schritt weiter gegangen. Er fand heraus, dass gesundes Licht auch künstlich erzeugt werden kann und eine richtige Beleuchtung das Leben deutlich komfortabler macht. Rein technisch betrachtet ist Licht zwar „nur“ eine für den Menschen sichtbare elektrische Strahlung, doch ohne Goebel und Edison würden wir heute wohl immer noch bei Kerzenschein die langen Winterabende genießen.

Die Erfindung des elektrischen Lichts

Im Jahr 1854 erfand der Uhrmacher Heinrich Goebel das Prinzip der Glühbirne, allerdings konnte sie noch nicht zu Beleuchtungszwecken eingesetzt werden. Erst Thomas Alva Edison mit seiner Kohlefadenlampe, eine Weiterentwicklung der Goebel Glühlampe mit Glühfäden aus verkohlten Bambusfasern, brachte den Durchbruch im Jahr 1879. Ein Jahr später war die Glühbirne, die immerhin 40 Stunden brannte, im Handel erhältlich und trat ihren Siegeszug an. Elektrisches Licht gehörte fortan zum Leben.

Licht als Umweltfaktor

Elektrisches Licht macht Wohnräume behaglich, dient der Arbeitsplatzbeleuchtung, sorgt dafür, dass wir uns auch bei terrestrischer Dunkelheit, also in der Nacht, sicher und komfortabel fortbewegen können und ist nicht zuletzt auch für unser Wohlbefinden verantwortlich. Licht kann aber nicht nur positiv bewertet werden, sondern durchaus zu erheblichen Störungen führen. Etwa das Wohn- und Schlafbedürfnis störend beeinflussen, die Verkehrssicherheit behindern oder negative Einflüsse auf technische Prozesse haben. Besonders zu grelles, blendendes Licht oder farbintensive, bzw. blinkende Lichter werden als störend empfunden und können sich negativ auf die Psyche des Menschen auswirken. Doch nicht nur der Mensch ist vom Umweltfaktor Lichtimmission betroffen, auch Tiere und sogar die Sternenbeobachtung kann durch elektrisches Licht erheblich gestört werden. 

Schutz vor Lichtimmission

Damit Licht den menschlichen Bedürfnissen möglichst nahe kommt, ohne sich negativ auszuwirken, hat der Gesetzgeber so genannte Licht-Richtlinien erlassen, um die richtige Beleuchtung zu definieren. Innerhalb des Bundes-Immissionsschutzgesetztes (BimSchG) ist festgelegt, in wie weit Licht sich in den menschlichen Lebensraum eingliedern muss, ohne als störend oder schädlich empfunden zu werden. Eine nicht zu unterschätzende Problematik, die den Menschen immer wieder vor Gericht führt, da er sich zum Beispiel durch Leuchtreklamen oder Fassadenbeleuchtungen in der nächtlichen Ruhe gestört fühlen.

Licht am Arbeitsplatz

Die Beleuchtung im Inneren kann mitunter als störend und sogar gesundheitsschädlich empfunden werden. Ebenso wie die psychologische Blendung richtet auch sie sich nach festgelegten Maßstäben, zumindest für das Licht am Arbeitsplatz. So kann eine entsprechende Raumbeleuchtung nicht nur eine wohlige Atmosphäre durch gesundes Licht versprühen, sondern sich ebenso auf die menschliche Gesundheit auswirken – und das nicht nur im positiven Sinne. In den Arbeitsplatzrichtlinien werden normgerechte, sehleistungsoptimierte Beleuchtungsanlagen zusammengefasst, die nicht nur die Akzeptanz, vornehmlich des Büroarbeitsplatzes erhöhen, sondern auch den ergonomischen Vorschriften entsprechen. Einer Praxisbeleuchtung, einer Bürobeleuchtung oder der Ausleuchtung des Industriearbeitsplatzes geht daher in der Regel eine gezielte Lichtplanung mit entsprechender Lichtberechnung voraus. Eine auf die jeweiligen Bedürfnisse angepasst Lichtberatung kann die Beleuchtungsplanung für Arbeitsplätze  dabei erheblich erleichtern. Schließlich soll nicht nur die Arbeitsplatzbeleuchtung durch ein gesundes Licht Wohlbefinden und Leistungsfähigkeit beeinflussen, sondern auch die richtige Beleuchtung im Wohnraum zu einem Mehr an Wohnkomfort führen.

Licht als anerkannte Therapieform

Darüber hinaus kann gesundes Licht, gezielt eingesetzt, auch zur Gesundheitsförderung verwendet werden. Die Lichttherapie gilt als anerkanntes medizinisches Verfahren und kommt hauptsächlich bei der Bekämpfung von Depressionen zum Einsatz. Schließlich hat Licht einen deutlichen Einfluss auf die Stimmungslage des Menschen - ein Phänomen, das jedem hinlänglich bekannt sein dürfte. An grauen Wintertagen ist der Mensch deutlich inaktiver, als an hellen Sommertagen. Diese positive Auswirkung des natürlichen Lichts lässt sich mit einer entsprechend geplanten, künstlichen Beleuchtung auch auf geschlossene Räume übertragen und dadurch die richtige vollspektrale Beleuchtung für ein positives Befinden genutzt werden.

Mehr als nur Helligkeit

Geisterhände steuern die Beleuchtung... An Arbeitsplätzen von Mitarbeitern die zwischendurch immer wieder abwesend sind, wird das Licht automatisch ausgeschaltet. Bei der Rückkehr an den Arbeitsplatz schaltet sich das Licht selbständig wieder ein. Die Lösung: Präsenzmelder. Auf Wunsch kann diese Steuerung zusätzlich noch mit dem natürlichen Tageslicht gekoppelt werden.

Barbara Brugger "Fachkraft für Arbeitssicherheit"

Ein gutes Sehvermögen am Bildschirmarbeitsplatz ist eng verbunden mit der richtigen Beleuchtung. Als Sehtrainerin und Fachkraft für Arbeitssicherheit überzeugt mich Vollspektrumlicht durch die Nähe des Spektrums zum Tageslicht. Weiterlesen …